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FĂŒr MĂ€nner

Beratung und Psychotherapie fĂŒr von 
(sexualisierter) Gewalt betroffene MĂ€nner


Sexualisierte Gewalt an MĂ€nnern ist bis heute ein Tabuthema, dem auch in der Fachöffentlichkeit zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Fachtage hierzu haben bisher in Deutschland nur selten stattgefunden, oder fallen, mangels Interesse wie vor kurzem in NĂŒrnberg, aus. Auch die Wissenschaft (Medizin, Psychologie) bietet hier kein besseres Bild.
Bis heute gibt es nur wenige Studien zur sexualisierten Gewalt an Jungen und MĂ€nnern (siehe auch Dirk Bange, 2007). Dementsprechend gibt es auch nur vereinzelt professionelle Hilfs- bzw. Therapieangebote fĂŒr diesen Personenkreis.
Auf der einen Seite hat dieser Personenkreis ein großes BedĂŒrfnis nach Beratung und Therapie.
Gleichzeitig haben diese MĂ€nner eine ausgeprĂ€gte Hemmung entwickelt, Beratung und Psychotherapie fĂŒr sich in Anspruch zu nehmen. Sehr oft haben Sie Ablehnung und UnverstĂ€ndnis bezĂŒglich ihres Verhaltens, Erlebens und Umgang mit alltĂ€glichen Situationenbei professionellen Helfern erfahren.
Sie sind neben der Traumatisierung zutiefst in ihrer mĂ€nnlichen IdentitĂ€t erschĂŒttert.
Betroffene leiden in einem besonderen Maße an Schuld- und SchamgefĂŒhlen. In der Regel fehlen ihnen fĂŒr ihre Erlebnisse die Worte und Begriffe. Sie sind nicht in der Lage, sich so mit zu teilen, wie es der Schwere ihrer Erlebnisse angemessen ist. Dies fĂŒhrt bei professionellen Beratern und institutionellen Helfern oft zu gravierenden MissverstĂ€ndnissen. Oft erleben die Betroffenen UnverstĂ€ndnis und UnglĂ€ubigkeit, wenn sie ihre Gewalterfahrungen mitteilen. Das Thema sexuelle Gewalt an MĂ€nnern löst auch bei professionellen Helfern viele Emotionen und oft auch Abwehr aus. Dass MĂ€nner auch Opfer von sexualisierter Gewalt sein können, ist noch nicht im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Aus diesem Grund erhalten sie oft nicht die UnterstĂŒtzung, die sie wirklich brauchen. Ein Berater/Psychotherapeut, der mit den Betroffenen arbeitet, braucht ein großes Maß an Selbsterfahrung. Er sollte sich intensiv mit seiner eigenen MĂ€nnlichkeit und den Umgang mit eigenen Gewalt- und Opfererfahrungen befasst haben.
Die Betroffenen haben oft das GefĂŒhl, gesellschaftlich ausgegrenzt zu sein, bedingt durch das Tabu, dass MĂ€nner auch Opfer von sexualisierter Gewalt sein können. Sie bedĂŒrfen daher der klaren Parteilichkeit ihres(r) Behandlers(in). Sie brauchen eine klare Positionierung und das GefĂŒhl des Angenommenseins des(r) Behandlers(in).
Der Kreis der mĂ€nnlichen Opfer von (sexualisierter) Gewalt bedarf somit einer speziellen, qualifizierten UnterstĂŒtzung und Begleitung.

Hilfreiche Literatur, Radiosendungen und Links:

Autorengruppe Tauwetter:
Tauwetter
Ein Selbsthilfe-Handbuch fĂŒr MĂ€nner, die als Junge sexuell Missbraucht wurden
Verlag Mebes & Noack (ehem. Donna Vita), Ruhnmark 1998

Lew, Mike
Als Junge missbraucht
Kösel, 1993

Bange, Dirk
Sexueller Missbrauch an Jungen
Hogrefe, 2007

www.tauwetter.de

Jung, mÀnnlich, verletzlich

Sendung von BR 2 am 11.12.2012